Ganzheitlich nachhaltig? Ja, durch konsequentes Schließen von Ressourcenkreisläufen.

Ganzheitlich nachhaltig? Ja, durch konsequentes Schließen von Ressourcenkreisläufen.

Bei zerooo arbeiten wir für eine moderne Gesellschaft, in der Drogerieartikel durch geschlossene Ressourcenkreisläufe keinen Müll mehr erzeugen. Wir sind überzeugt, dass die Lösung unserer größten gesellschaftlichen Herausforderungen – dem Klimawandel, dem Verlust der Artenvielfalt und der Umweltverschmutzung – in der neuen Kreislaufwirtschaft, der Circular Economy1), liegt.

Durch ein konsequentes Produktdesign, welches die Wiederverwertung von genutzten Ressourcen einplant, und durch logistische Infrastrukturen, die die Rückführung und Aufbereitung der Ressourcen ermöglichen, können und werden wir gesellschaftlich die Kurve kriegen. Das ist die Essenz der neuen Kreislaufwirtschaft, der Circular Economy, die die EU bis 2050 ganzheitlich realisiert haben will.2)

Und was hat das mit Nachhaltigkeit zu tun? Nachhaltig ist es, wenn man kein Kapital abträgt und erodiert, sondern lediglich von den „Zinsen“ lebt. Dies gilt für den Erhalt der menschlichen Lebensgrundlage auf diesem Planeten genau so wie für die Ökonomie oder ganze Gesellschaften. Durch das Schließen von Ressourcenkreisläufen wird unser ökologisches Kapital nicht weiter „vernichtet“ wie im aktuellen, linearen Wirtschaftsmodell.3)

Wie sich die Kreislaufwirtschaft von linearen Systemen unterscheidet. 4)

Ein Verpackungssystem, das keinerlei „Müll“ erzeugt, ist möglich!

Die Kurve im Kreislauf kriegen:
1. Kein Müll mehr erzeugen

Das zerooo Mehrwegsystem schafft die Voraussetzung dafür, dass die komplette Wertschöpfungskette keinen Müll mehr produziert: Gefäße werden bis zu 30 mal wieder benutzt und am Lebensende zu neuen Gefäßen verarbeitet. Das gleiche Modell nutzen wir für unsere Verschlüsse. Die Sekundärtransportverpackungen, mit denen die Gefäße geliefert werden, sind aktuell Mehrwegkartons, die mehrfach wiederbenutzt und schließlich dem Papierrecyclingkreislauf zugeführt werden. Perspektivisch wird die Sekundärtransportverpackung ebenfalls einer wiederverwertbaren Mehrweg-Logik folgen, wie in der Getränkeindustrie etabliert. 

Bei zerooo ist das Zero Waste-Prinzip  per se gegeben: kein weiterer Beitrag zur Vermüllung der Umwelt, kein weiterer Beitrag an Einwegplastik in unseren Meeren5) und der Belastung der Artenvielfalt dort.6) Kein weiteres Verbrennen von Plastikverpackungen, die sowohl in der Herstellung als auch in der Verbrennung einen hohen Anteil an CO2-Emissionen freisetzen.7)

Es ist nicht die einzige Route zu Zero Waste, aber das einzige Modell, das die vorhandene Kategorie- und Produktvielfalt in der Drogerie abdeckt und die Convenience des Nutzungsverhaltens von Drogerieartikeln aufrecht erhält. Um mehr über unsere Sicht auf Zero Waste zu erfahren, klicke hier.

Die Kurve im Kreislauf kriegen:
2. CO2-Emissionen minimieren

Aber was ist mit Treibhausgasemissionen? Um den Klimawandel zu verlangsamen, ist es essentiell, dass wir es gesellschaftlich schaffen, den gestörten CO2-Kreislauf wieder in die Balance zu kriegen. Natürlich gehört dazu, das Ausmaß an Emissionen zu reduzieren, welches wir in den vergangenen Jahrzehnten durch die Verbrennung fossiler Energien emittiert haben.8) Diese fossilen Rohstoffe haben sich über Millionen Jahre gebildet und hatten Unmengen von CO2 gebunden, die wir nun leider in kürzester Zeit in die Atmosphäre entlassen haben.9) Unser Wirtschaften, z.B. wie wir uns ernähren, welche Arten von Energien wir nutzen, womit und wie viel wir reisen und transportieren10) bedarf einer gesamtgesellschaftlichen Anpassung. Gleichzeitig gilt es, die Fähigkeit der Natur, CO2 wieder in Sauerstoff zu wandeln, nicht weiter zu reduzieren, sondern aufzustocken durch z.B. mehr Wälder11) und weniger Belastung der Meere.12)

In welchem Verpackungssystem entstehen mehr Treibhausgase: im linearen „Take-MakeWaste“- oder im zirkulären Mehrwegsystem?

Die Flasche frischwasser- und energiearm zu reinigen, auf regionalen Distanzen zu halten und so oft wie möglich wiederzuverwenden, sind die Schlüssel zur Minimierung von Treibhausgasen.

Das sind sehr große Themen unserer Zeit. zerooo, das Mehrwegsystem für die Drogerie, hat zusätzlich das Ziel, die anfallenden CO2-Emissionen zu minimieren.13) Dies gelingt durch das mehrfache Wiederverwenden der Materialien und durch den Fokus auf Regionalität:

  • Wiederverwenden von Ressourcen, statt Vernichtung: Gefäße müssen nicht nach einmaliger Nutzung verbrannt, industriell aufbereitet oder in der Natur entsorgt werden. Sie können sehr gut mehrfach genutzt werden, und dann sortenrein aufbereitet werden.

  • Regionalität: Alle eingesetzten Ressourcen müssen maximal regional genutzt werden, um Transportdistanzen zu minimieren. Dies gilt für den Transport von Rohstoffen zur Herstellung, für die Distanzen zur Reinigung und Abfüllung der Gefäße, wie auch die Aufbereitung der Materialien am Lebensende zur Wiederverwertung.

  • Vermeidung von Toxizität: Alle eingesetzten Materialien sollen in ihrer chemischen Zusammensetzung und im Prozess der Aufbereitung nicht toxisch für Mensch und Umwelt sein, sondern abbaubar. 

Eine ganzheitliche Ökobilanz ist der nächste Schritt

Um diesen Anspruch auch quantitativ auszudrücken, strebt zerooo u.a. eine Ökobilanz14) an, die die Wirkungskategorien „Treibhauspotenzial“, „Ressourcenverbrauch“, und „Human- und Ökotoxizität“ berücksichtigt, und dabei das Treibhauspotenzial nach Scope 315) erfasst. Dies ist ein sehr großer Anspruch, dem die wenigsten Unternehmen Stand heute gerecht werden.

Und auch zerooo benötigt noch etwas Zeit, um alle Daten gesammelt zu haben, die ausweisen, woraus alles gefertigt ist, wie viel Wasser und Energie zur Reinigung der Materialien zum Einsatz kommen und wie der genaue Vergleich zum anteiligen recyceln, downcyceln, verbrennen oder exportieren vergleichbarer Einweglösungen ist.

Auf dem Weg dahin teilen wir vorab unser Verständnis über die Vorteile von Mehrweg versus Einweg, über die Wichtigkeit CO2-Emissionen nach Scope 3 zu erfassen, und unseren Blick auf die möglichen Zero Waste Routen.

Ziel: Ökobilanz nach DIN EN ISO 14040 / 14044. Nach welchem Standard erfasst dein Unternehmen seine Ökobilanz?

Mehrweg hat im Vergleich der Co2-Emissionen die Nase vorn.

Einweg vs. Mehrweg: Ist Wiederbenutzung ökologisch sinnvoller als VERNICHTUNG UND NEUHERSTELLUNG?

Bei dem Vergleich von Einweg- und Mehrwegverpackungen lohnt es sich, auf die Getränkeindustrie zu schauen, in der das Wiederbenutzen von Flaschen etabliert ist. Bei Bier hat die 0,5 Liter Glas-Mehrwegflasche bei 25 angenommenen Umläufen die deutlich beste Klimabilanz, verglichen mit PET-Einwegflasche, Aluminium- sowie Weißblechdose und Einwegglasflasche.16) Dies bezieht sich auf eine Transportentfernung von 400 km. Denn bei Mehrwegsystemen sind die Anzahl der Wiederbenutzung der Gefäße und sowie die Regionalität elementare Parameter.

Und womit konkurriert die Mehrwegflasche? Sowohl in der Getränke- als auch in der Kosmetikindustrie primär mit Einwegplastikverpackungen. Diese werden in unvorstellbaren Mengen produziert, konsumiert und entsorgt. Allein bei der Herstellung von Einwegplastikflaschen werden jährlich mehr als 438.000 Tonnen Rohöl und Erdgaskondensate verbraucht.17)  Blickt man auf die Entsorgung könnte man meinen, dass all dieses Plastik recycelt und wiederverwendet wird. Leider ist dies nicht der Fall: Lediglich 11% der neuen Verpackungen werden aus recyceltem Kunststoff hergestellt, der Rest entsteht neu aus Erdöl produzierten Kunststoff.18)

Folglich kann das Mehrwegsystem besonders beim Ressourcenschutz punkten. Statt Ressourcen bereits nach einmaliger Benutzung der Verbrennung oder dem Recycling zuzuführen, werden die Gefäße in geschlossenen Kreisläufen gehalten und wiederbenutzt: Zero Waste!

SCOPE 1 VS SCOPE 2 VS SCOPE 3: WELCHER UMFANG EINER ÖKOBILANZ BETRACHTET DIE ANTEILIGEN CO2-EMISSIONEN VON EINWEGPLASTIKEXPORTEN NACH SÜD-OSTASIEN?

Verursacht Mehrweg weniger CO2-Emissionen als Einweg? Werden verschiedene CO2 Fußabdrücke miteinander verglichen, spielen die definierten „Scopes“ eine erhebliche Rolle. Treibhausgasemissionen können in drei Scopes19) unterteilt werden. Vergleicht man verschiedene CO2 Werte miteinander, ist es somit wichtig sich zu fragen, ob auch die gleichen Scopes berücksichtigt wurden. Besonders Scope 3 wird bei CO2-Bilanzen häufig nicht abgebildet20), obwohl hier durch u.a. Transport, Lieferung und Abfallentsorgung ein Großteil der Emissionen entsteht. Besonders in diesen Prozessen hat Mehrweg große Potenziale, da ein Gefäß nach einmaliger Benutzung nicht zur Abfallentsorgung kommt, sondern wiederverwendet wird. Dadurch werden Emissionen eingespart. Grundsätzlich gilt: je mehr regionale Umläufe ein Mehrweggefäß durchläuft, desto CO2-ärmer ist seine Nutzung gegenüber Einweggefäßen.

Obwohl in vielen, wenn nicht den meisten Fällen die Emissionen in der Wertschöpfungskette durch Aktivitäten in Scope 3 anfallen, entscheiden sich die meisten, wenn nicht fast alle Unternehmen dafür, ihre CO2-Bilanz maximal nach Scope 1 oder Scope 2 zu bemessen.

Quellenangaben

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