Mehrere Routen in Richtung Zero Waste

Immer mehr Menschen erkennen, dass das aktuelle Recycling-System weniger re-cycled und viel mehr down-cycled, da die eingesetzten Ressourcen aus Plastik noch immer dem Designparadigma „Take – Make – Waste“ unterliegen. Das Duale System in Deutschland kann nicht mehr als 15% des Verpackungsmülls1) aus dem Gelben Sack als Rezyklat im Downcycling-Ansatz zurückgewinnen. Der Hauptgrund dafür ist, dass Vielfalt und Durchmischung der dort gesammelten Plastikarten viel zu groß sind, um sortenreines Rezyklat in einem größeren Anteil gewinnen zu können.

Der Großteil der Verpackungen, die dann verbrannt oder exportiert werden, besteht aus Mischplastik2). Es handelt sich dabei um Verpackungen, die zwei oder mehr Plastikarten, im schlimmsten Fall als Verbundstoff, haben. Verschlüsse wie Pumpen, Etiketten und Gefäße bestehen in fast allen Applikationen aus unterschiedlichen Plastikarten. Und die Sortiermaschinen bekommen diese nicht hinreichend getrennt.

Das Recycling-System, wie es in Deutschland heute im Einsatz ist, ist in seiner aktuellen Form entsprechend eher ein Downcycling System, da die anteilig im geringen Maße gewonnenen Rezyklate hauptsächlich für minderwertige Applikationen einsetzbar sind3).

Wir Nutzer*innen stellen immer mehr die Verbindung zwischen Plastikmüllexporten4), Müllteppichen in Meeren5) und dem eigenen Verhalten im Haushalt her.

zerooo setzt auf eine Materialstandardisierung, um Aufbereitungsprozesse effizient und effektiv gestalten zu können.

Entsprechend ist eine Menge Bewegung in der Verpackungsentwicklung für Drogerieartikel, und es fällt leicht den Überblick zu verlieren, welcher Ansatz denn jetzt wirklich wie nachhaltig ist. Tatsächlich sehen wir bei zerooo mehrere Routen in Richtung „Zero Waste, von denen einige sogar das Potenzial haben, Müll in jeglicher Form aus der Wertschöpfungskette zu eliminieren. All diese Routen bringen Systemveränderungen mit sich und haben großes Wachstumspotential vor sich, wenn es denn gelingt Ressourcen ganzheitlich zirkulieren zu lassen und Nutzer mit auf die jeweilige Reise zur Verhaltensänderung mitzunehmen.

Mehrere Wege führen zu Zero Waste. Mehrweg funktioniert für alle Kategorien und ermöglicht im gleichen Ansatz Kategorie- und Markenvielfalt.

Viele der Ansätze funktionieren hervorragend in einzelnen Produktkategorien. Was aber in der Kategorie „Handseife“ mit Festseifen und geringer Verpackung funktioniert, geht in der nächsten Kategorie z.B. in Refill-Pulverform und in einer weiteren mit Refill-Beuteln. Alle Ansätze haben dieselbe Herausforderung: Die Zielgruppe ist heterogen, und die Nutzer*innen sind nur begrenzt bereit, ihr Verhalten und die Convenience zu ändern.

Bei all der Bewegung im Markt sehen wir bei zerooo nur einen Ansatz, der für alle Kategorien funktioniert, Kategorie- und Markenvielfalt ermöglicht und dabei die Gewohnheit der Nutzer*innen, abgefüllte Kosmetikprodukte in Gefäßen zu kaufen, nicht verändert. Dieser Ansatz ist der Mehrweg.

Wie auch die Verfechter des “Dualen Systems“, die daran festhalten und daran arbeiten, dass es eines Tages gelingen wird, die Vielfältigkeit an Plastikarten so zu trennen oder zu reduzieren, dass kein Müll übrig bleibt, sehen wir die Möglichkeit dies kurzfristig zu realisieren und forschen an der Lösung mit der Technischen Universität Hamburg (TUHH) um schon bald eine echte Monomaterial-Lösung für SORTENREINE, GESCHLOSSENE, INDUSTRIELLE MATERIALKREISLÄUFE zu präsentieren, die wir mit unserem Mehrwegsystem kombinieren werden.

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